Infos zu SARS-CoV-2

Diagnostik

Bisher haben wir gemäß der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts versucht alle Patienten mit Symptomen eines Infektes der oberen Atemwege auf das SARS-Coronavirus-2 zu testen. Diese Strategie war im Sommer und Spätsommer gut machbar.

In der Herbst/Winter-Saison steigt die Anzahl der Atemwegsinfekte erfahrungsgemäß an. Da es in den letzten Jahren in der Hochzeit der Infektsaison in Deutschland pro Woche zu 3-5 Mio. Fälle mit Atemwegsinfekten kam, hat das RKI nun die Teststrategie für die kommenden Monate geändert. Natürlich wäre es wünschenswert alle Personen mit Erkältung zu testen, dies können aber weder die Praxen/Gesundheitsämter/ Abstrichstellen noch die Labore leisten. Zudem kommt es immer wieder zu einer Knappheit an Abstrichmaterial oder auch an den notwenigen Arbeitsmittel zur Durchführung der PCR.

Ein Antigenschnelltest ersetzt die PCR leider noch nicht, da die Qualität dieser Schnelltests gerade bei symptomatischen Patienten noch zu unzuverlässig ist. Abgesehen davon gäbe es auch nicht ausreichend Schnelltests um den Bedarf zu decken.

Wir werden also auch in der Herbst-/Winter-Saison weiterhin Tests auf das SARS-CoV-2 in unserer Praxis durchführen. Jedoch nicht mehr bei jedem Patienten mit Symptomen eines Infektes. Bei der Frage wen wir testen halten wir uns an die Empfehlungen des RKIs.
Wichtig ist generell in dieser Zeit: Nicht getestet zu werden heißt bei Vorliegen eines Atemwegsinfektes NICHT, dass es sich nicht um eine Coronaerkrankung handeln kann. Deshalb wird grundsätzlich jeder Person mit einem Atemwegsinfekt empfohlen sich selbst in häusliche Isolation zu begeben. Dies für mindestens eine Woche. Am Ende sollte für 48 Stunden eine Symptomfreiheit vorliegen. Eine Krankmeldung dürfen wir derzeit auch telefonisch ausstellen und können Ihnen diese per Post zukommen lassen. Aber natürlich ist auch eine Vorstellung in unserer Infektsprechstunde (nach vorheriger Anmeldung) möglich.

Durchführung des Abstrichs

Wenn wir unter Einbeziehung aller Symptome, Ihres persönlichen Risikos für einen schweren Verlauf einer Coronaerkrankung und Ihres beruflichen und privaten Risikos Personen aus der vulnerablen Bevölkerungsgruppe zu infizieren entschieden haben einen Abstrich durchzuführen läuft dies folgendermaßen ab:

Wir wollen schauen, ob Sie derzeit das SARS-Coronavirus-2 tragen. Dieses Virus vermehrt sich im Bereich des Rachens. Von dort kann es durch Husten, Sprechen, Niesen etc. ausgeschieden werden. Der Nachweis ist also auch wichtig, um zu wissen, ob Sie eine andere Person mit dem Virus anstecken können.

Zum Rachen gibt es zwei Zugangswege. Der eine ist durch den Mund, der andere durch die Nase.
Wir werden, um die Genauigkeit des Tests zu erhöhen beide Wege nutzen.
So entnehmen wir zunächst einen Abstrich mit einem Wattetupfer durch den Mund und dann durch die Nase.

Typischerweise löst man bei der Abstrichentnahme durch den Mund einen kurzen Würge- und manchmal auch einen Hustenreiz aus. Dies ist ganz normal und kann auch in den meisten Fällen nicht aktiv unterdrückt werden.
Wir tragen bei der Durchführung des Abstrichs besondere Schutzkleidung, sind also geschützt, selbst wenn Sie uns anhusten.

Der Abstrich durch die Nase wird meist als deutlich unangenehmer empfunden. Um durch die Nase in den Rachen zu gelangen müssen wir mit dem Abstrichtupfer gut 6-8 cm tief in die Nase eindringen. Auch hier können ein Hustenreiz oder reflektorisches Augentränen ausgelöst werden.

Auch wenn das Ganze jetzt nicht sehr verlockend klingt: die Abstrichentnahme geht sehr schnell und bis jetzt hat es wirklich jeder gut überstanden.

Quarantäne nach dem Abstrich

Die Zeit bis zum Ergebnis beträgt momentan, je nach Auslastung des Labors, zwischen 2 und 5 Tagen.
Nach der allgemeinen Quarantäneverordnung der Stadt Mannheim stehen Sie nach dem Abstrich bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses unter Quarantäne. Sie dürfen in dem Zeitraum der häuslichen Quarantäne ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen. Ausnahme hiervon ist der notfallmäßige Transport in ein Krankenhaus oder nach vorheriger Anmeldung in unsere Sprechstunde, sollte sich an Ihrem Gesundheitszustand etwas verändern. Zudem dürfen Sie mit Ausnahme von medizinischem Personal keinen Besuch empfangen.

Quarantäneverordnung der Stadt Mannheim

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Rheinhäuser Str. 99